Arbeitslos - Chancenlos?

Arbeitslos - Chancenlos?
Wer seinen Arbeitsplatz verliert, erleidet häufig einen echten Schock. Das Selbstbewusstsein ist angeknackst und die Angst geht um, künftig beruflich chancenlos zu sein, oder finanziell und persönlich in ein tiefes Loch zu fallen. Das muss aber nicht so sein, wenn man die Krise der Arbeitslosigkeit als Chance begreift.
Wichtig ist es nicht in Selbstmitleid zu versinken, die Gründe die zum Jobverlust führten nicht als persönliches Versagen einzuordnen, und sich nicht hängen zu lassen. In der arbeitslosen Zeit liegt auch die Chance sich neu zu finden oder beruflich umzuorientieren. Man sollte sich z.B. fragen, ob der bisherige Beruf überhaupt das richtige für einen war und seine Begabungen und Wünsche hinterfragen.
Sinnvoll ist es einen strukturierten Tagesablauf beizubehalten und nach einer kleinen Auszeit, die sich jeder gönnen darf, wenn die ersten unbequemen Behördengänge in Folge der Arbeitslosigkeit bewältigt sind, mit neuem Mut und Elan die weitere Zukunft zu planen und aktiv zu gestalten. Dazu zählen können die Bewerbungen auf eine neue Stelle, die Anmeldung bei einem Berufscoach, oder sich über eine eventuelle Selbstständigkeit Gedanken zu machen. Zu letztgenanntem Punkt wäre der Besuch eines Existenzgründungsseminares sinnvoll.
Man kann die beschäftigungslose Zeit auch zur Weiterbildung nutzen. Anregungen und Tipps diesbezüglich erhält man u.a. bei der Agentur für Arbeit, die oft auch die Kosten dafür übernimmt. Die entsprechenden Qualifizierungen tragen dann wiederum zu verbesserten Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei. Auch Zeitarbeit, befristete oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse sind zumindest mal eine Überlegung wert. Bei längerandauernder Arbeitslosigkeit sollte vielleicht auch ein Wohnortwechsel in Betracht gezogen werden.
Auch Selbsthilfegruppen für Arbeitslose können eine gute Unterstützung geben und das pflegen von sozialen Kontakten trägt dazu bei das Selbstbewusstsein und die Lebenszufriedenheit zu bewahren. Man sollte sich in jedem Falle klar machen, dass Arbeitslosigkeit nichts ist, wofür man sich schämen muss und es kaum jemanden gibt der im Verlaufe seines Lebens nicht zumindest einmal davon betroffen ist.








